Die neue 8

Nachdem den RSClern die „Hausruck 8“ eine sehr bekannte Trainingsstrecke ist, dachte sich vermutlich unser Meili – „Pah… des ist doch was für Warmduscher! I zeig euch jetzt mal a anständige 8!“ Nach intensiver Planung, und ebenso nicht minder „intensiven“ Streckenbesichtigungen, die Meili mit unserem Präsidenten „Muck“ Distler durchführte, stand die Route für den diesjährigen 3 Tagesausflug fest. Bei bereits angenehmen Wetterverhältnissen sollte es zunächst in Richtung Attersee, weiter über das Weißenbachtal nach Bad Ischl gehen. Um das Flair der Kaiserstadt vollends genießen zu können, zogen wir es vor die Stadt zu durchqueren. Ob Genuss oder nicht kann man diskutieren, aber es war eine gute Gelegenheit etwas zu verschnaufen, denn immerhin war der Schnitt bis dahin jenseits der 35km/h. Mittagspause – Steegwirt!   Das Wirtshaus des Jahres 2019 gekürt mit einer Haube von Gault&Millau. Man gönnt sich ja sonst nichts auf so einer Tour. Wohlgestärkt und voller Elan rasten wir in Richtung Hallstatt, das wir widererwartend eigentlich recht flott passieren konnten. „Büffel – kennst du den Koppenpass?“ „Na, wieso isch der steil?“ „Nur am Anfang a wengerl, dann geht’s ganz guat“. Man halte fest, die Übersetzung für „a wengerl“ sind stolze 22% in den steilsten Passagen. Am späteren Nachmittag ca. 25km vor unserem Ziel Aigen im Ennstal, standen wir vor der gewaltigen Schanze am Kulm. War die Höchstweite 1950 (erste Sprungkonkurrenz am Kulm) noch bei 96 Metern, erreicht durch Hubert Neuper senior, so steht der aktuelle Schanzenrekord bei 244m, aufgestellt von Peter Prevc (SVN) im Rahmen der 24. Skiflug-WM 2016 – quasi 2,5x Fußballplätze übersprungen, einfach unvorstellbar. Der Kirchenwirt in Aigen am Ende unseres ersten Tages empfing uns überaus freundlich. Heidi, die gute Seele des Hauses, erkannte sofort, dass unsere Elektrolytspeicher völlig aufgebraucht waren und sorgte daher unermüdlich für die Wiederbefüllung.

Zweiter Tag – ach du Schreck Nebel! Wohlgemerkt mit Nebel ist die tatsächliche Witterung und nicht der Zustand vom Vortag gemeint! Dieser verzog sich allerdings relativ rasch, sodass wir den Sölkpass bei strahlendem Sonnenschein in Angriff nehmen konnten. 24km bergauf, wobei die letzten 3-4km kaum unter 12% fielen. Lieber Leser, sofern dieser Pass noch nicht in deiner MUSS-MAN-MAL-FAHREN Liste steht, die Empfehlung ist ganz klar – AUFNEHMEN!! Landschaftlich einfach TOP und auch der Verkehr war nicht wirklich störend. Im Tal angekommen und schon ein wenig hungrig machten wir uns auf die Suche nach einem Gasthof. „Fahr ma nu über den Hügel und dann gia ma in Oberwölz was essen“, so der einhellige Tenor der Gruppe. Dieser Hügel, im Höhenprofil mit einem blauen Kreis hervorgehoben, 3,5km lang und zum Teil 17% steil, verlangte nochmals alles von uns ab. Immerhin haben wir dann mit dem Gasthof zum Mohren ein tolle Location für unsere Mittagspause finden können. Was macht man gegen Völlegefühl? Richtig, man steigt wieder aufs RR und radelt einen Berg hoch. Meili versprach uns eine wildromantische 3km Bergfahrt und er hatte fast recht behalten. Es war tatsächlich wildromantisch, ja sogar Heimatfilm tauglich, aber die Länge … 7km später und der Berg war bezwungen. Das nächste Highlight sollte nicht lange auf sich warten lassen. Ein ca. 30km langer Anstieg, mit einem sanften Verlauf (Südauffahrt) führte uns auf den Triebener Tauern Pass (Passhöhe 1274m), der das Murtal mit dem Paltental bei Trieben und dem Ennstal verbindet. Das Wetter, die vielen Pässe und wildromatische, atemberaubende Gebiete machten den zweiten Tag trotz der Anstrengungen zu einem Vergnügen der Sonderklasse – Prädikat „SENSATIONELL“.

Samstag abends gab es bereits die ersten Vorboten für das Wetter am nächsten Morgen. Starkregen und Hagel ließen nichts Gutes hoffen. Und dennoch, immerhin ein trockener Start war uns vergönnt und mit dem Wissen, das Regengewand im Betreuerfahrzeug zu haben, pilotiert von unserem treuen Begleiter Hinke, war es keine Frage, die Heimreise am RR anzutreten. An dieser Stelle nochmals vielen, vielen Dank an Hinke – es ist wirklich unglaublich viel wert zu wissen, dass es immer ein Back-up gibt!! Hageleisplatten links und rechts auf dem Weg zum Pyhrnpass waren Zeugen des Unwetters vom Vortag. Die Straße war nass und daher war bei der Abfahrt vom Pyhrn Vorsicht geboten. Vorm Ziehberg, auf der Höhe von Windischgarsten wollte dann nochmals der Wettergott unsere Hartnäckigkeit prüfen und öffnete seine Schleusen. Unbeirrt zogen wir dennoch in Richtung Kirchdorf und widererwartend konnten wir dann den Ziehberg trocken hochfahren. Hin und wieder waren vielleicht noch ein paar Tropfen zu spüren, aber ansonsten waren die restlichen Kilometer über Vorchdorf und Schwanenstadt relativ trocken. „Duracel“-Horst strampelte unermüdlich an der Front und dennoch, für Zwischensprints hatte er immer noch die Kraft. Saustark!!

Ein wirklich gelungener 3-Tages-Ausflug mit vielen Highlights auf und neben der Strecke ging am Sonntag nach mehr als 15h reine Fahrtzeit unfallfrei und ohne technischen Defekt zu Ende. Danke nochmals an Meili für die hervorragende Organisation und die tolle Streckenwahl.

Teilnehmer:

Präsident, Meili, Horst, Gerhard, Pepi, Büffel

  1. Tag (ROT)               142km / 1262Hm / 30,3 km/h Schnitt 
  2. Tag (BLAU)             160km / 2642Hm / 25,9 km/h Schnitt
  3. Tag (GRÜN)            123km / 1347Hm / 28,1 km/h Schnitt

Gesamt                            425km / 5251Hm / 27,9 km/h Schnitt

die genaue Route und noch mehr Fotos findet ihr auf unserer fb-Seite!

Kategorien: Allgemein

0 Kommentare

Schreibe einen Kommentar

Avatar-Platzhalter

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert